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Über Frida
Die erste Online-FRIDA im Frühling 2004 war eigentlich nicht für das Internet gedacht, sondern sollte die Idee eines neuen, intelligenten Print-Frauenmagazins vermitteln.
Sie kam von Gabriele Bärtels, die erst im Alter von 38 begonnen hatte, als freie Autorin für verschiedene Frauenmagazine zu schreiben. Sie wurde damit nicht glücklich, denn die Themen erschienen ihr flach und wirklichkeitsfern.
Ihr fehlte ein Magazin, das die Alltagserfahrungen, Ansichten, Besorgnisse und Freuden des überwiegenden Teils der weiblichen Bevölkerung realistisch widerspiegelte.
Dies alles nicht in einer gepolsterten Oase, sondern mitten in der Gesellschaft, steuerzahlend, berufstätig, wahlberechtigt und nicht dauernd maximal aufgebrezelt.
Diese Lücke stopfte auch EMMA nicht, ein ähnliches Überbleibsel aus unemanzipierten Zeiten, das sich nur fußaufstampfend, unsinnlich und Männer verunglimpfend mit einer schmalen Auflage behaupten kann.
Da die in Deutschland verkaufte Belletristik zu 80 Prozent von Frauen gelesen wird, glaubt FRIDA, dass man Leserinnen getrost längere und anspruchsvollere Texte zumuten kann, als das in den gängigen Frauenzeitschriften überwiegend geschieht. Gern auch mit mehr Witz, Selbstironie und politischem Bewusstsein.
Bis Sommer 2006 produzierte Gabriele Bärtels insgesamt sieben Online-Ausgaben, selbstgebastelt, mit eigenen Texten und Bildern ausgestattet. Verschiedene Autoren steuerten ohne Honorar weitere Geschichten bei.
In dieser Zeit gewann FRIDA den Alternativen Medienpreis 2005 und wurde 2006 für den Goldenen Prometheus nominiert. Einige Presseberichte erschienen, und bis August 2007 besuchten über 700.000 Besucher die Site, darunter erfreulich viele Männer, wie man an den Leserbriefen erkennen kann.
Gabriele Bärtels führte mit verschiedenen Zeitschriftenverlagen Gespräche. Leider konnte sich keiner durchringen, in das Projekt zu investieren.
Seit August 2007 ist FRIDA endgültig eingestellt. Sie hofft allerdings auf Scharen von Nachahmerinnen!
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