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Der Pfauenthron der Mutigen
von Gabriele Bärtels
Seit wenigen Tagen wirbt Alice Schwarzer für die BILD-Zeitung. Der >>> Kommentar der Redakteurin Sabine Vogel von der Berliner Zeitung spricht FRIDA aus der Seele.
Es ist überfällig, dass Frau Schwarzer ihren männerlieblosen Alleinvertretungsanspruch für das, was Gleichberechtigung sein soll, abgibt, und sich Frauen neue und eigene Gedanken dazu machen.
Sind wir wirklich alle arme Opfer und die Männer böse Täter? Wo ist der Weg, der die Geschlechter zusammenführt, anstatt sie - wenn es nach Frau Schwarzer ginge, auf ewig zwei Königskinder bleiben zu lassen, die nie zusammen kommen?
Mein Eindruck ist, dass ein großer Teil der Frauen Feminismus a lá Schwarzer ablehnt, dies aber öffentlich nicht sagt, aus Angst, politisch unkorrekt zu sein oder gar als dummes Weibchen dazustehen.
Alice Schwarzer ist die Frau, die ganz allein auf dem Cover der Jubiläums-EMMA stand, während alle anderen Redakteurinnen, die dort für wenig Geld und mit viel Idealismus arbeiten, nicht geehrt wurden. Sie ist auch diejenige, die anlässlich dieses Jubiläums die Kabarettistin und Nicht-Journalistin Anke Engelke als ihre Nachfolgerin vorschlug (was diese ablehnte).
Da fragt man sich, was ist das für eine Frauenkämpferin, die in ihrer eigenen Redaktion keine Geschlechtsgenossin findet, die sie für würdig hält, eines Tages ihre Nachfolge als Chefredakteurin anzutreten?
Lesen Sie zum Thema “Feminismus mal anders” auch den Offenen Brief an den deutschen Mann aus FRIDA, der Sechsten, und zum Thema “Die Innen-Schreibweise” das Essay aus FRIDA, der Fünften.
PS: Im Gästebuch von Alice Schwarzers Website häufen sich enttäuschte, vorwurfsvolle und wütende Kommentare, wunderbarerweise viele männliche.
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